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Letzte Änderung:
July 04. 2017 16:15:59

Treffen 2010

„Vorbild für den Bezirk“       

Zehntes Heimattreffen in Reußen gefeiert 

Wenn die Reußener feiern, ist es recht schwer für Außenstehende, Schritt zu halten. Das war auch beim zehnten Treffen so, das am 7. - 8. August 2010 stattgefunden hat. An zwei Tagen waren je ein Gottesdienst im Angebot, eine Andacht auf dem Friedhof, ein gemeinsamer Gang vom Haus des Initiators der Treffen bis zur Kirche und vieles andere mehr.

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Sinnigerweise hatten die Veranstalter den Gottesdienst am Sonntag erst um 14 Uhr angesetzt. So konnten auch jene, die erst Sonntag früh um 7 Uhr von der Party im Pfarrhaus nach Hause gefunden hatten, dabei sein bei dem gemeinsamen Kirchgang vom Haus des rührigen Organisators Andreas Hihn. Dass die Reußener Evangelischen zumindest so eigenwillig sind wie ihr Kirchturm, der seit Jahrhunderten schief steht - angeblich schiefer als der schiefe Turm in Pisa - bewiesen sie schon am Samstag, indem sie um 10.30 Uhr zu einer in Theologenkreisen als „unliturgisch“ geltenden Uhrzeit, zum Festgottesdienst einluden. 

 Mit Musik wurden alle schon am Samstag Morgen empfangen auf der Terrasse des Pfarrhauses. Während draußen Wiedersehen gefeiert wurde, herrschte in der Küche Geschäftigkeit. Sehr froh waren die Reußener über den Besuch von Dechant Dietrich Galter, der sie auch in der Kirche aufs Herzlichste begrüßte. Er sagte, es sei wichtig, dass sich Menschen immer wieder begegnen, schließlich lebe die christliche Gemeinschaft von der Begegnung, nur so könne das Wort Gottes aktualisiert weiter gegeben werden. Der Dechant stellte auch Fragen in den Raum, die sich wohl alle Anwesenden stellten: „Wie wird es sein? Was ist von uns gefordert?“ Eine Antwort fand Galter bei den jungen Reußenern, die in Tracht dem Gottesdienst beiwohnten: „Sie sind unsere Zukunft. Was geben wir ihnen mit? Glaube und Heimat, Heimat im weiteren Sinne. Dass euer Heimattreffen mit einem Gottesdienst beginnt zeugt davon, dass ihr euch aus dem Wort Gottes Kraft und Mut geben lassen wollt, um das Nötige zu tun und auch manchmal etwas, was über den Horizont hinausgeht und Zeichen setzt.“ Der Dechant bezeichnete die Reußener als „Vorbild für unseren Hermannstädter Kirchenbezirk“. Was hier bewegt werde, strahle und wirke weiter auf die Nachbargemeinden und die gesamte Evangelische Kirche A. B. in Rumänien. Pfarrer Klaus Untch dankte u. a. Kuratorin Katharina Banciu und Andreas Hihn für deren Einsatz. 
 In seinem in der Reußener sächsischen Mundart gehaltenen Grußwort sprach Hihn seinen Wunsch aus, dies Treffen soll eine Gewohnheit werden für jeden, der gerne kommt: „Alle sind herzlich willkommen“. Und wer dabei sein durfte, kann nur bestätigen: In Reußen werden Gastfreundschaft und fröhliches Feiern groß geschrieben. 
Beatrice UNGAR
Bericht aus der Hermannstaedter Zeitung Ausgabe Nr. 2195 / 13.08. 2010



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