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Letzte Änderung:
July 04. 2017 16:15:59

Bericht 1. Halbjahr 2014


Ereignisse in unserem Heimatdorf im 1. Halbjahr 2014

Innenrenovierung des Gemeindehauses/Pfarrhauses

Wie vielen von Euch bekannt sein dürfte, wird seit vielen Jahren Müh und Arbeit in die Instandhaltung und Renovierung unseres Pfarrhauses investiert. Diesen Frühling war nun die Innenrenovierung unseres Festsaals (der 3 miteinander verbundenen Zimmer) an der Reihe.

Folgende Arbeiten wurden in Angriff genommen und von Fachleuten und freiwilligen Helfern durchgeführt:

  • Der alte Putz wurde abgeschlagen und die Wände  wurden fachmännisch unter Verwendung von Netzen neu verputzt
  • Die Verbindungstür von der vorderen Stube zum Amtszimmer wurde mittels Rigipsplatten verschlossen
  • Der Fußboden, Fenster und Türen wurde abgeschliffen und neu gestrichen
  • Sächsische Spruchbilder und alte Fotos aus Reußen wurden eingerahmt und aufgehängt

Es waren gründliche und sehr umfangreiche Renovierungsarbeiten, doch das Ergebnis ist umso schöner.

Als Highlight wurde ein sächsischer Kunstmaler aus Großau  engagiert, der an einer Kopfseite des Festsaales das Siebenbürger-  und auf der anderen Seite das Reußner Wappen in Farbe direkt auf die Wand malte.  Oberhalb der Wappen wurden in altdeutscher Schrift folgende Zitate geschrieben:

  1. Mer wällen bleiwen wat mer sen, Gott helf es enzt uch änjden
  2. Siebenbürgen, süße Heimat unser teures Vaterland 

Die oberen Abbildungen zeigen eine Großaufnahme der Wandwappen

Baggerarbeiten im Pfarrgarten

Im Pfarrgarten hatte sich der hintere Beton-Zaun in Richtung Pfarrgarten geneigt. Es bestand die Gefahr, dass er in Richtung Pfarrgarten einstürzt. Deshalb wurde Michael Schieb aus Stolzenburg engagiert, mit dem Bagger aus dem Pfarrgarten Erdreich in Richtung Zaun zu verschieben, um diesen zu stabilisieren. Dies wurde professionell ausgeführt, wobei gleichzeitig der Pfarrgarten neben dem Gemeindehaus eingeebnet werden konnte.

  

Der Zaun steht nun wieder fest und es besteht keine Einsturzgefahr mehr.

Entholzung und Reinigung des Poschgortens

Im Laufe der Zeit war im Poschgorten sehr viel Buschwerk und Gehölz gewachsen. Am Rande und  neben der Ringmauer hatte sich ein kleiner Urwald gebildet.  Das gesamte Buschwerk, Gehölz und die kaputten  Bäume wurden gerodet und der ganze Poschgorten wurde gemäht und gesäubert.

Dies geschah mit freiwilligen Helfern sowie unter Zuhilfenahme von Tagelöhnern.

In Anbetracht der sehr großen Fläche des Poschgortens möchten wir den Helfern auch von dieser Seite ein herzliches Dankeschön für die umfangreichen Arbeiten aussprechen.

Am zweiten Ostertag trafen sich einige der in Reußen weilenden zu einem schönen Grillfest im Poschgorten, die mit Sicherheit bezeugen können, dass dieser nun wunderschön aussieht.

Gelungene Osterparty und 1. Mai-Feier

Ostersonntag um 12:30 Uhr, luden die Klänge unserer  Glocken die Reußner zum Ostergottesdienst ein. Ca. 25 Personen nahmen daran teil; es waren lauter vertraute Menschen, denen die Feiertagslaune ins Gesicht geschrieben stand und die sich auf ein frohes Osterfest und auf die bevorstehende Feier freuten. 

Um 18:00 Uhr ging dann die Party los. Die ersten Gäste trudelten ein und die Musik begann zu spielen. Der Eintritt betrug 5.- € bzw. 20.- Lei. Darin enthalten waren der Begrüßungsschnaps und das Abendessen, bestehend aus Fettbrot mit grünen Zwiebeln. Die Einnahmen der Party spendete das Duo „Reußner Echo“  in die Gemeindekasse. Es war eine „kleine, aber feine“ Osterparty,  die die Gastfreundschaft und die Feierfestigkeit der Reußner unter Beweis stellte.

Am 1. Mai - früh am Morgen - sangen Andreas Hihn und Dieter Lauer nach alter Tradition bei allen Sachsen, die in Reußen weilten, das Lied "Der Mai ist gekommen". 

Der Anfang wurde bei Welther Agnetha gemacht, wonach die beiden Musiker noch ca. 15mal die anwesenden Landsleute mit dem Mai-Lied erfreuen konnten.

Das Duo wurde überall mit Hanklich bzw. Striezel und einem guten Schnaps empfangen. Bei vielen Landsleuten waren Tränen der Freude, aber auch der Wehmut zu sehen, weil dieser Brauch nur noch sporadisch und nicht mehr alljährlich stattfinden kann.

Ab 14:00 Uhr trafen sich alle zu einem geselligen Beisammensein auf dem Pfarrhof. Dabei wurde gemeinschaftlich gegrillt, gesungen und gelacht. Die Feier zog sich bis in die späten Abendstunden hin.

Beginn der Umzäunung des Friedhofs

Das eine neue Umzäunung unseres Friedhofs notwendig und geboten ist, steht schon seit einiger Zeit fest (in vorangegangenen Heimatblättern wurde schon öfters darüber berichtet). Fred Rösch und Herbert Robert Binder haben nun die Verantwortung für die Ausführung der Umzäunung übernommen und die notwendigen Schritte dafür eingeleitet. Das gesamte Zaunmaterial wurde in Deutschland gekauft und der erste von. insgesamt ca drei Transporten von Herbert Robert Binder nach Reußen transportiert. Die Matten, Pfosten und das Tor sind aus feuerverzinktem Material, wurden in Deutschland hergestellt und es gibt dafür eine 10-jährige Herstellergarantie. Das Material reicht für den gesamten Friedhof und kostete 8620,36 €. Johann Lauer hat von dem von ihm betreuten Konto 9000 € für das gesamte Material und einen Teil der Spritkosten für den Transport überwiesen.

Die ersten 70 Meter des Zaunes wurden von Fred Rösch in Auftrag gegeben und auch bereits fertiggestellt (siehe Foto).
Es ist ein sehr umfangreiches und kostenintensives Projekt und die bisher von Johann Lauer gesammelten Spenden werden keinesfalls ausreichen, um den Friedhofzaun zu finanzieren. Die gesamte Umzäunung wird nach dem derzeitigen Kenntnisstand und sorgfältiger Schätzung ca. 25.000.- € kosten.
Damit unsere Toten auch weiterhin in Frieden ruhen können, werden alle Reußner / Reußnerinnen auf diesem Wege um finanzielle Unterstützung dieses Projekts gebeten! Fast jeder von uns hat Angehörige, Verwandte oder Freunde, die auf dem Reußner Friedhof beerdigt sind; die Gemeinde ist für jede Unterstützung - jeder nach seinen Möglichkeiten - dankbar.
Die Spenden, die unter dem Stichwort „Friedhofszaun Reußen“ eingehen, werden ausschließlich für dieses Projekt verwendet. 

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