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Letzte Änderung:
July 04. 2017 16:15:59

Bevölkerung


Um 1930 hatte Siebenbürgen, im engeren Sinne, ca. 2,7 Millionen Einwohner. Davon waren 56,4 Prozent Rumänen, 23 Prozent Ungarn und 9,4 Prozent Deutsche („Siebenbürger Sachsen“). Als weitere Minderheiten sind noch Armenier, Juden und Zigeuner erwähnenswert. Die ersten beiden Gruppen sind jedoch heutzutage beinahe völlig verschwunden.

Bei der Volkszählung 2002 hatte Siebenbürgen eine Einwohnerzahl von 7.221.733, davon 74,69 Prozent Rumänen, 19,60 Prozent Magyaren, 3,39 Prozent Roma und 0,73 Prozent Deutsche (ca. 60.000).

Von den etwa 60.000 Deutschen in Rumänien stellen die Siebenbürger Sachsen heute nur noch ca. 14.000. Ihre Auswanderung ist zwar inzwischen verebbt, jedoch ist die verbliebene deutsche Bevölkerung so stark überaltert, dass sie durch hohe Sterbeüberschüsse immer weiter ihrem Ende entgegenschrumpft.

Cluj / Klausenburg / Kolozsvár ist die Stadt mit der zahlenmäßig zweithöchsten magyarischen Minderheit in Rumänien.

Jahr          Total     Rumänen    Ungarn     Deutsche
1869      4.224.436     59,0 %     24,9 %     11,9 %
1880      4.032.851     57,0 %     25,9 %     12,5 %
1890      4.429.564     56,0 %     27,1 %     12,5 %
1900      4.840.722     55,2 %     29,4 %     11,9 %
1910      5.262.495     53,8 %     31,6 %     10,7 %
1919      5.259.918     57,1 %     26,5 %     9,8 %
1920      5.208.345     57,3 %     25,5 %     10,6 %
1930      5.114.214     58,3 %     26,7 %     9,7 %
1941      5.548.363     55,9 %     29,5 %     9,0 %
1948      5.761.127     65,1 %     25,7 %     5,8 %
1956      6.232.312     65,5 %     25,9 %     6,0 %
1966      6.736.046     68,0 %     24,2 %     5,6 %
1977      7.500.229     69,4 %     22,6 %     4,6 %
1992      7.723.313     75,3 %     21,0 %     1,2 %
2002      7.221.733     74,7 %     19,6 %     0,7 %

Siebenbürger Sachsen nach dem Zweiten Weltkrieg
Mit dem Wechsel Rumäniens auf die Seite der Alliierten am 23. August 1944, am Ende des zweiten Weltkrieges, begann die Flucht der Siebenbürger Sachsen aus Rumänien. Dieser sog. "Zusammenbruch" traf die deutsche Volksgruppe hart. Von 298.000 im Jahre 1941 in Siebenbürgen lebenden Sachsen flüchteten schon während der Kriegswirren etwa 50.000 Personen aus Nordsiebenbürgen (Nösnerland) nach Österreich und Deutschland. Angehörige der deutschen Wehrmacht wurden nach Deutschland abgeschoben. 1945 Begann die Verschleppung zur Zwangsarbeit von etwa 30.000 Siebenbürger Sachsen (alle nicht eingezogenen Männer zwischen 17-45, sowie alle Frauen von 18-35) in die Ukraine (Donezk) und andere Gebiete bis zum Ural. Die Verluste dabei waren erheblich. Die verbliebenen Deutschen wurden totalenteignet, zeitweise entrechtet und sahen sich staatlicher Diskriminierung und Repression ausgesetzt.
Ende der 50er Jahre setzte die Familienzusammenführung mit denen schon in der Bundesrepublik lebenden Siebenbürger Sachsen ein. Die Auswanderung hauptsächlich in die BRD (aber auch nach Österreich und Übersee) steigerte sich seit der Mitte der 70er zusehends. 1989, am Ende der "sozialistischen" Gewaltherrschaft des Nicolae Ceausescu, zählte man noch etwa 115.000 Sachsen in Siebenbürgen. Von diesen verließen binnen zwei Jahren, von 1990 bis 1992, nocheinmal weitere 95.000 Sachsen das Land, so dass die deutsche Minderheit in Siebenbürgen auf unter 20.000 zusammenschrumpfte. Heute zählen die Nachkommen der deutschen Siedler in Siebenbürgen nur noch ca. 14.000 Mitglieder.




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